Gemeinden und Bauämter

Prüfung von Bauvorhaben

Es ist illusorisch, Bauten mit Glasfassaden zum Schutz der Vögel verbieten zu wollen. Es kann aber nicht sein, dass gesetzliche Bestimmungen zum Vogelschutz, die bei einer Baueingabe erfüllt werden müssten, fehlen oder oft vergessen gehen.

 

Bau- und Verwaltungsbehörden haben letztlich auch eine Vorbildfunktion zu übernehmen.

 

Im Sinne der Nachhaltigkeit und des ökologischen Ausgleichs im Siedlungsraum haben einige Gemeinden begonnen, Bauvorhaben auch auf deren Vogelfreundlichkeit zu prüfen und fordern da und dort Nachbesserungen.

 

Wird beispielsweise die Bau- und Zonenordnung (BZO) mit entsprechenden Auflagen ergänzt, können sich die betroffenen Ämter darauf beziehen und bereits bei der Baueingabe entsprechende Massnahmen fordern.

Richtlinien und Auflagen

proVogel fordert die Gemeinden und die Bauämter auf, die geltenden Gesetzesartikel in ihrer Gemeinde zu verankern und bei Baugesuchen Architekten und Bauherren auf vogelfreundliche Massnahmen hinzuweisen.

 

Einige Gemeinden gehen mit gutem Beispiel voran

Die Gemeinde Hettlingen fordert im "Leitfaden für das Bauen" der Bau- und Zonenordnung, dass u.a. grosse hervorstehende Glasflächen gemieden oder durch geeignete Massnahmen für Vögel sichtbar gemacht werden muss.

Gemeinde Hettlingen: Leitfaden für das Bauen, Seite 13



Beispiele um Glas sichtbar zu machen


Wird die Problematik in die Planungsphase miteinbezogen, kann Glas kostengünstig und dauerhaft sichtbar gemacht werden.

 

Bemustertes, mattiertes, geripptes, sandgestrahltes, oder eingefärbtes Glas, ist wirkunsgvoll und vermeidet Vogelschlag.

 

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Schulhaus in Landquart
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